Überfremdungsprobleme in Lummerland

Beitrag von Katharina Largé |

Spätestens seit der Umsetzung durch die Augsburger Puppenkiste  gehört Jim Knopf und die Wilde 13 von Michael Ende zu den Klassikern der Kinderliteratur. Das Egbert-Gymnasium Würzburg bringt eine ganz eigene Fassung dieses Stoffes auf die Bühne.

Nachgespräch zum Stück © Maria Karamoutsiou

Als Jim erfährt, dass seine geliebte Lokomotive von den Piraten der Wilden 13  entführt wurde, begibt er sich mit seinen Freunden Lukas und Lisi auf eine abenteuerliche Reise und lernt, dass Feinde zu Freunden und Besiegte zu Siegern werden können. Auch das Platzproblem auf Lummerland wird gelöst, als sich die Insel in das große Reich Jambala verwandelt, einen Ort, der für alle Menschen da ist. Das Bühnenbild besteht aus drei großen Kisten, die von allen Seiten bemalt sind und wahlweise als Häuser von Lummerland, das Meer oder eine Piratenhöhle bespielt werden.

Die Inszenierung folgt zu großen Teilen der Originalgeschichte, setzt aber einen eigenen Fokus auf die Themen Fremdsein, Heimat und Toleranz. Die Positionen, die hier von den verschiedenen, teilweise neu hinzugefügten Figuren vertreten werden, verweisen geschickt auf aktuelle politische Ereignisse.
Das Stück zeigt auf charmante Art und Weise, dass es für jeden Platz gibt, solange gegenseitige Akzeptanz das Handeln und Denken der Mehrheit bestimmt.

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