Inszenierung: Tjark Bernau
Ausstattung: Karlotta Matthies
Dramaturgie: Antonia Tretter

Mit: Hannes Berg, Bastian Beyer, Helene Blechinger, Maria Brendel, Anton Koelbl

Dauer: ca. 90 Minuten, keine Pause

Spielstätte:
Max-Stern-Keller
Eingang Neubaukirche / Zugang über den Innenhof der Alten Universität
Domerschulstr. 16

Besetzung

Vorstellungen:
20.00 Uhr: 26.06./ 28.06.


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Magnolienzeit
Rechercheprojekt

Kaum ein zweites Datum des Kalenderjahres ist in der Stadt Würzburg und Umgebung so bekannt und belastet wie der 16. März. Kurz vor dem 8. Mai, dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945, ist Freitag, der 16. März, ein sonniger Frühlingstag. Die Stadt hatte schon einige Luftangriffe der Alliierten in deren Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland zu überstehen. Doch diese Nacht bringt ein unfassbares Maß der Zerstörung mit sich: Von 21:25 bis 21:42 Uhr laden etwa 230 in England gestartete Bomber der Royal Air Force 392 Tonnen Sprengbomben sowie 578 Tonnen Markierungs- und Brandbomben über der Stadt ab. Die dicht bebaute, über Jahrhunderte gewachsene Altstadt wird flächendeckend vernichtet. Der Feuersturm sorgt für Temperaturen um die 2.000 Grad, der Feuerschein der brennenden Stadt leuchtet noch 230 Kilometer weit.

Nach dem Wiederaufbau unter der US Army pflegt die Stadt eine intensive Erinnerungskultur. Gleichzeitig gibt es Tendenzen, einen Opfermythos zu konstruieren, der die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes verharmlost.

Das Rechercheprojekt Magnolienzeit des Mainfranken Theaters in der Regie von Tjark Bernau untersucht die Auswirkungen des 16. März auf die Identitätsbildung der Stadt Würzburg, folgt den verbliebenen Spuren der Zerstörung und befragt unterschiedliche Geschichten des Neubeginns.


Spielstätte

Die Vorstellungen von Magnolinenzeit finden in Kooperation mit der Universtität Würzburg und dem Juristen ALUMNI Würzburg e.V. im 
Max-Stern-Keller (Eingang Neubaukirche / Zugang über Innenhof der Alten Universität) statt.


Video


Presse

„Packend wurden mit nur wenigen Holzwürfeln und Requisiten Geschehnisse der 30-er und 40-er Jahre nacherzählt…“ (Fränkische Nachrichten)

„Das Rechercheprojekt „Magnolienzeit“ leistet einen wichtigen Beitrag wider dem Vergessen.“ (Main-Echo)

„Mal stoisch, mal nebenbei, mal mit zitternder Stimme und packendem Spiel tragen Maria Brendel, Helene Blechinger, Hannes Berg, Bastian Beyer und Anton Koelbl das dokumentarische Material vor.“ (Main-Post)

„Es ist das Verdienst von Tretter und Bernau, bei aller Kürze und Begrenztheit von Raum und Zeit vielstimmig zu bleiben, alle Perspektiven einzubeziehen.“ (Main-Post)

 

 

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