Von Kultur umringt sein

Beitrag von Ulrike Meyer |

Eine starke Eröffnung bildet den Auftakt zu den Schultheatertagen.

Vom 12.- 14 Juli haben 140 Schüler in acht Schultheatergruppen aus Würzburg und Umgebung die Möglichkeit, sich im Rahmen der Schultheatertage im Schauspiel auszuprobieren, an Workshops teilzunehmen und ihre Stücke auf der großen Bühne zu präsentieren. Eingeleitet wird das Festival mit einer Eröffnungsfeier und einer kleinen Inszenierung vom Jugendclub des Mainfranken Theaters.

Zur Eröffnung erscheinen zahlreiche Schüler, das Foyer ist bunt, laut und aufgeweckt, es herrscht ein reges Gewusel, hier und da kommt Gelächter auf.

Auf der kleinen Bühne stehen sechs Stühle, von irgendwoher kommen drei schwarz gekleidete Schauspielerinnen. Auf einmal ist es mucksmäuschenstill, das Kichern verstummt und von den Grundschülern bis zu den Theaterleuten beobachten alle gebannt, was auf der Bühne passiert.

Die Schauspielerinnen produzieren verschiedene Bilder zum Thema Stadt, setzen sich mit Würzburg, ihrer Stadt, auseinander. Kurze Szenen an verschiedenen Schauplätzen – Fitnessstudio, Löwenbrücke, Ringpark, Supermarkt – so ausdrucksstark gespielt, dass selbst die Kleinsten von Anfang bis Ende dabeibleiben. Dabei reizen die Schauspielerinnen verschiedenste Möglichkeiten des Schauspiels aus. Das Stück befasst sich in besonderem Maße mit der Schauspielerei, dem Theater selbst und den Möglichkeiten, die dieses Ausdrucksmittel bietet und bildet so einen Festivalauftakt, wie er passender nicht sein könnte.

Darauf folgt eine herzliche Eröffnungsrede der Theaterpädagogin Maria Karamoutsiou. Danksagungen gelten allen, die sich für die Schultheatertage und im Rahmen dieses besonderen Ereignisses engagieren. Sie verweist außerdem auf die Besonderheit und Relevanz von Schultheatergruppen und den engen Zusammenhang zwischen Schule und Theater. Beides begreift sie als eigene Form der Vorbereitung auf das gesellschaftliche Leben.

Auch Intendant Markus Trabusch richtet das Wort an die jungen und alten Besucher. Kurz und knapp formuliert er eine Lobeshymne auf die Schultheater, einen Raum, um sich mit Themen auseinanderzusetzen, Antworten zu finden, Individualität zu fördern und gleichzeitig Zusammenarbeit zu lernen. Er hätte sie, wenn es sie nicht schon geben würde, „erfinden wollen“.

Damit beginnt schließlich das Festival, denn, wie im Eingangsstück gefordert, sind die Anwesenden in diesem Moment bereits von Kultur umringt.

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