Bühne frei für junge Leute

In diesem Jahr ist Maria Karamoutsiou verantwortlich für die Umsetzung der Schultheatertage am Mainfranken Theater. Kurz vor Beginn des Festivals am 12. Juli laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Zwischen technischer Einrichtung, klingelendem Telefon und letzten Besprechungen mit den Abteilungen des Theaters findet die Theaterpädagogin kurz Zeit, die Fragen der Redaktion zu beantworten.

Du leitest in diesem Jahr zum ersten Mal die Schultheatertage. Was ist das Besondere an diesem Festival?

Dieses Festival richtet sich dezidiert an Laien- und Amateurtheatergruppen verschiedener Schulen. Innerhalb von drei Tagen zeigen sie ihre jeweilige Produktion in der Kammer. Zusätzlich dazu gibt es Workshops, Nachgespräche, eine Theaterführung und vieles mehr. Mir ist der Festivalgedanke wichtig. Es geht nicht nur darum, eine Vorstellung zu spielen und wieder abzureisen, sondern auch um den Austausch mit anderen Teilnehmern und eine produktive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Produktionen sowie dem Spielort.

 

Wer kann sich bewerben oder wie kann man sich das Auswahlverfahren vorstellen?

Das Festival wurde öffentlich ausgeschrieben, zum Beispiel auf der theatereigenen Homepage. Nach erfolgter Anmeldung vereinbaren meine Kollegin Marlies Hagelauer (ebenfalls Theaterpädagogin am Mainfranken Theater, Anm. d. R.) und ich einen Termin, bei dem wir die Produktionen sichten bzw. uns die Probenarbeit anschauen und gegebenenfalls unterstützen und beratend zur Seite stehen. In diesem Jahr haben wir keiner Schule absagen müssen. Alle, die sich beworben haben, sind nun Teil des Programms.

Wie alt sind die teilnehmenden Schüler?

Die jüngsten Teilnehmer besuchen zur Zeit die dritte Klasse und die ältesten kommen von einer Berufsschule, sind also bis zu 20 Jahre alt. Ursprünglich hatten wir überlegt, die Jüngeren am Donnerstag und die Älteren am Freitag spielen zu lassen, um einen Austausch innerhalb der eigenen Altersklasse zu ermöglichen. Da die Berufsschule für Kinderpflege jedoch ein Kindermusical zeigt und das Zielpublikum ein sehr junges ist, wird diese Produktion auch am Donnerstag zu sehen sein.

Innerhalb von drei Tagen werden acht Stücke gezeigt, sieben verschiedene Workshops angeboten, zwei Führungen durch das Theater gegeben und vieles mehr. Wann habt ihr mit den Vorbereitungen auf dieses Festival begonnen?

Ich glaube, der erste Termin für einen Probenbesuch fand im Januar 2017 statt, d.h. wir haben ein halbes Jahr vor dem Festival mit den Vorbereitungen begonnen. Meine Kollegin Marlies Hagelauer hat mich dabei unterstützt. Wann immer ich keine Zeit hatte, hat sie die Sichtung der Gruppen übernommen. Außerdem haben wir eine Praktikantin, die uns für zwei Wochen vor und während der Schultheatertage unterstützt. Die Gewerke des Hauses unterstützen uns natürlich auch, wo sie können. Trotzdem gibt es viel zu tun.

Wenn du den Teilnehmern etwas mitgeben könntest, was würdest du ihnen sagen?

Schaut euch an, was alles zum Theater dazugehört. Lernt euch kennen und tauscht euch aus. Besucht die Workshops. Wir freuen uns auf Euch und hoffen, ihr habt Spaß mit und bei uns im Mainfranken Theater!

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