Musikalische Leitung: Enrico Calesso
Regie: Tomo Sugao
Bühne: Julia Berndt
Kostüm: Pascal Seibicke

Philharmonisches Orchester Würzburg

Einführung: 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Oberen Foyer

Vorstellungen:
15.00 Uhr: 17.06./ 15.07.
19.30 Uhr: 19.05./ 27.05./ 03.06./ 10.06./ 15.06./ 26.06./ 04.07./ 06.07./ 18.07.


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Nixon in China
Oper von John Adams

in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Die Oper handelt von Richard Nixons Chinareise im Februar 1972, dem ersten Staatsbesuch eines US-amerikanischen Präsidenten in der noch jungen Volksrepublik. Nixon traf dort auf Mao Tse-tung und weitere hochrangige Persönlichkeiten, der Besuch gilt als eine der wichtigen diplomatischen Errungenschaften seiner Amtszeit. Sogar im angloamerikanischen Sprichwörter-Schatz fand die Begegnung ihren Niederschlag. Redewendungen wie „Only Nixon could go to China“ (Nur Nixon konnte nach China gehen) oder „It took Nixon to go to China“ (Man brauchte Nixon, um nach China zu gehen) spielen darauf an, dass es gerade politische Gegner und Hardliner sind, die glaubhaft für politische Veränderungen einstehen können.

Der 1947 in Massachusetts geborene John Adams zählt zu den schillerndsten Komponisten der Gegenwart. Neben Philip Glass und Steve Reich ist er einer der Mitbegründer der sogenannten Minimal Music der 1960er und 70er Jahre. Adams Musik erzeugt einen ganz eigenen, unverwechselbaren Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Ein Sog, dem auch der Plot von Nixon in China ausgeliefert ist: In „objektivierender Weise“ untermalt ein aus permanent sich wiederholenden rhythmischen Mustern gewebter Klangteppich die Geschehnisse, ohne sie tonmalerisch auszugestalten, wie dies etwa für die große französische und italienische Historien-Oper des 19. Jahrhunderts typisch ist.