Viele Fragen und erstaunliche Antworten

Ein Überblick über die Nachgespräche am Freitag von Marlies Hagelauer |

Auch am letzten Tag der Schultheatertage gibt es Nachgespräche zu den gezeigten Produktionen. In diesem Rahmen haben die Schülerinnen und Schüler auf, sowie vor der Bühne die Möglichkeit miteinander über das Gesehene bzw. Gezeigte ins Gespräch zu kommen. Moderiert werden die Gespräche von Theaterpädagogin Marlies Hagelauer und Dramaturgin Katharina Nay.

Eine Festivalfassung

Eineinhalb Jahre lang arbeiteten die Schülerinnen und Schüler des Matthias-Grünewald-Gymnasiums an Ein grauer Tag im August. Ihr Spielleiter und Lehrer, Herr Pohl, hat dafür auch den Dramentext der Inszenierung verfasst. Im Nachgespräch wird deutlich, dass die Schülerinnen und Schüler während des Probenprozesses mitentschieden haben, welche Worte sie ihrer Figur in den Mund legen wollen und welche Texte gestrichen werden. Großes Mitspracherecht führt in diesem Fall zu poetischen Bildern: so zeigt sich die Zerrissenheit der Figuren nicht nur in der Spielweise, sondern wird zudem durch das Zerschneiden eines Strauß Rosen symbolisiert. Die ursprüngliche Aufführung dauert drei Stunden. Um den Vorgaben der Schultheatertage zu entsprechen, wurde eigens für dieses Festival eine einstündige Fassung erarbeitet.

Selbstgeschneiderte Kostüme

Theater K, nennt sich die Gruppe aus Münsterschwarzach, die jährlich ein Stück für alle Kommunionskinder einstudiert. Dieses Jahr hat sich die Gruppe unter Leitung von Herrn Aust für Jim Knopf und die Wilde 13 entschieden. Beim Nachgespräch geben sie zu, dass sie damit bis zu 120 Zuschauer pro Vorstellung anlocken. Ihre Kostüme bekommt die Theatergruppe von einer ehemaligen Schülerin geschneidert. Diese fügen sich wunderbar in das selbstgebaute, -bemalte und –gestaltete Bühnenbild, für das die Schülerinnen und Schüler den Mehraufwand an einem schulfreien Nachmittag gerne auf sich nehmen.

Ein Becken voller Kinder

Rund zwanzig Kinder im Alter zwischen 13 und 16 Jahren nehmen im Schwimmbecken des Bühnenbildes für das Nachgespräch Platz. Das Nachgespräch bestätigt, was die Inszenierung bereits vermuten lässt: eine große Gruppe Beteiligter führt nicht zwingend zu geringerer Qualität der Aufführung. Die Fragen der Moderatorin und des Publikums werden aufrichtig, verständlich und charmant von unterschiedlichen SpielerInnen beantwortet. Chapeau! – für das Riemenschneider-Gymnasium und ihre Produktion Swimming.

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