Ouvertüre zur Sanierung

Das Mainfranken Theater Würzburg hat auf dem Weg zur Sanierung ein wichtiges Etappenziel erreicht: Nach der Auswahlentscheidung einer Wertungskommission unter der Leitung von Oberbürgermeister Christian Schuchardt wurde denjenigen Firmen der Zuschlag erteilt, die sich im Rahmen von vier EU-weiten Ausschreibungsverfahren für die bevorstehende Planungsphase qualifiziert haben. Mit der Beauftragung des neuen Teams ist das Theater nun in die konkreten Bauvorbereitungen eingestiegen. 

Mainfranken Theater Wuerzburg; Foto: Nik Schölzel

Voraussichtlich ab Frühjahr 2019 wird die Sanierung auch außen sichtbar. Foto: Nik Schölzel.

„Mit dem Abschluss der EU-weiten Vergabe sind jetzt alle Voraussetzungen erfüllt, um bei der Finanzierung unseres Bauvorhabens eine maximale Förderung sicherzustellen“, freut sich Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt. Im Juni 2016 hatte der Freistaat Bayern eine Beteiligung an den förderungsfähigen Sanierungskosten in Höhe von 75 Prozent in Aussicht gestellt. Bei seinem Beschluss, das in die Jahre gekommene Mainfranken Theater zu sanieren, war der Würzburger Stadtrat noch im Sommer 2015 von einer Förderquote des Landes von lediglich 45 Prozent ausgegangen.

Das Verfahren

Vier Teildisziplinen der jetzt gestarteten Etappe der Bauvorbereitungen wurden innerhalb der Europäischen Union ausgeschrieben: die Objekt- und die Tragwerksplanung sowie die Fachplanungen für die technische Ausrüstung und die Veranstaltungs- und Bühnentechnik. Insgesamt 23 Teilnahmeanträge, aus denen 20 geeignete Bewerber ausgewählt werden konnten, sowie elf verbindliche Angebote wurden gesichtet und bewertet. Die im Jahr 2015 vorgestellte Machbarkeitsstudie zur Sanierung des Mainfranken Theaters diente dem Verfahren als Ausgangspunkt und Orientierungsrahmen, auch und insbesondere im Hinblick auf den darin veranschlagten Kostenplan in Höhe von rund 50 Millionen Euro.

Die beauftragten Planungspartner

Das Mainfranken Theater Würzburg hat dem Hamburger Büro von Professor Jörg Friedrich, der PFP Planungs GmbH, den Zuschlag für die Objektplanung erteilt. Friedrich hatte auch schon für die 2015 vorgelegten baulichen Entwürfe zur Sanierung verantwortlich gezeichnet. Die Tragwerksplanung übernimmt eine Bietergemeinschaft aus dem Raum München, AJG Ingenieure GmbH und Haushofer Ingenieure GmbH. Mit der Fachplanung der technischen Ausrüstung wurde die Bietergemeinschaft IWB Ingenieursgesellschaft mbH mit Sitz in Hamburg und pi new energy GmbH aus Braunschweig beauftragt. Die Veranstaltungs- und Bühnentechnik wird laut Beschluss von der Bayreuther Firma Walter Kottke Ingenieure GmbH fachlich ausgeplant.

Die nächsten Schritte

Der vertraglich festgelegte Zeitplan für die weiteren Schritte sieht vor, dass die jetzt gestarteten Vor- und Entwurfsplanungen für die Theatersanierung bis Ende März 2018 abgeschlossen sein sollen. Danach können die Förderanträge gestellt und nach Abschluss dieser Verfahren, voraussichtlich im Frühjahr 2019, mit dem Bau begonnen werden.

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