Calesso in Linz: „Fulminanter Klang für Mozart“

Mit seinem umjubelten Linz-Debüt gab Würzburgs Generalmusikdirektor Enrico Calesso eine hervorragende Visitenkarte in der Stadt ab. Die soeben gegebene Premiere von „Don Giovanni“ unter seiner Leitung sei „in musikalischer Hinsicht schlichtweg ein Glücksfall“, so die Presse. Calesso knüpft mit dieser neuerlichen Mozart-Exegese an die jüngsten Inszenierungen von „Idomeneo“ und der „Entführung aus dem Serail“ am Mainfranken Theater an.

Für Enrico Calesso ist es durchaus nicht die erste Arbeit am „Don Giovanni“. 2008 wurde er zum musikalischen Leiter der Oper Klosterneuburg berufen und debütierte dort mit just dieser Mozartoper. „Im Vergleich zu Mozart fühlt man sich oft klein“, bilanziert der gebürtige Italiener – und: „Man bemerkt Dinge, die man bei der ersten Auseinandersetzung nicht gesehen hat.“

Tiefer Einstieg in die Materie Mozart

Das tiefe Einsteigen in die Materie Mozart zahlt sich aus: Nach seinen Erfolgen mit „Idomeneo“ und der „Entführung“ am Mainfranken Theater in dieser und der vergangenen Spielzeit präsentierte Calesso jetzt auch in Linz einen ‚musikalisch äußerst starken Don Giovanni’ (Salzburger Nachrichten).

‚Das Bruckner Orchester musizierte unter dem lebhafte Tempi bevorzugenden Dirigenten in Klang und Artikulation wahrhaft fulminant’, jubelte auch die österreichische Kronen-Zeitung in ihrer Premierenkritik – eine Steilvorlage für den Maestro in Vorbereitung seines nächsten Mozart-Coups: Am kommenden 1. und 2. April steht Enrico Calesso für „Le nozze di figaro“ in einer Produktion der Oper Leipzig am Pult des Stadttheaters Bozen.

Und auch in Würzburg arbeitet der Generalmusikdirektor zurzeit an einem Mozart-Programm: Für das Sonderkonzert mit dem international gefeierten Bassisten Günther Groissböck am 21. Februar im Mainfranken Theater hat er – neben Verdi und Wagner – Auszüge und Arien aus der „Zauberflöte“ und „Don Giovanni“ im Gepäck.

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