Drei Fragen an…Roberto Ortiz

Roberto OrtizMit „Drei Fragen an…“ stellt das Mainfranken Theater ab der Spielzeit 16/17 regelmäßig Mitarbeiter vor. In diesem Format erzählen sie mehr zu ihrem Weg nach Würzburg und geben außerdem Auskunft über ihre ganz persönliche Haltung zu Glaubens- und Religionsfragen. Ein Thema, mit dem sich das Haus in dieser Spielzeit intensiv beschäftigt.

Was waren deine Stationen, bevor du am Mainfranken Theater engagiert wurdest?

ROBERTO: Nach meinem Studium in Mexiko und an der Royal Academy of Music in London (Master) war ich in den Opernstudios von Stuttgart und Zürich engagiert. Meine erste Opernrolle war der Jupiter in Händels Semele unter Sir Charles Mackerras. Konzerte und Liederabende haben mich anschließend u.a. nach Versailles, Chicago und zum Verbier Festival geführt. Als freischaffender Sänger war ich zuletzt wiederholt am Theater Freiburg zu Gast, aktuell als Gaston in Verdis Jerusalem.

Was verbindest du mit Religion?

ROBERTO: Darüber könnte ich einen ganzen Abend lang nachdenken. Religion ist für mich der Glaube an eine höhere Macht, in diesem Fall der christliche Gott, und wie ich seiner Leitung folgen kann; die Verbindung zwischen mir und ihm durch Vertrauen.

Woran glaubst du?

ROBERTO: Ich komme aus einem stark katholisch geprägten Land, mit vielen Christus-, Marien- und Heiligenfesten. Ich hatte das Glück, vor allem die schöne Seite der katholischen Kirche kennenzulernen und unter dem Einfluss des Ordens der Salesianer aufzuwachsen. Traurigerweise hat die Kirche auch viel Leid gebracht und Menschen dazu bewegt, blindlings im Namen Gottes Dinge zu tun. Ich bin durch ein fortschrittliches Denken von Kirche geprägt, das Gott als Liebenden und Verzeihenden zeichnet, nicht als jemanden, vor dem man sich fürchten sollte.

#wasglaubstdu

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