Drei Fragen an…Ray Theimer

Ray TheimerMit „Drei Fragen an…“ stellt das Mainfranken Theater ab der Spielzeit 16/17 regelmäßig Mitarbeiter vor. In diesem Format erzählen sie mehr zu ihrem Weg nach Würzburg und geben außerdem Auskunft über ihre ganz persönliche Haltung zu Glaubens- und Religionsfragen. Ein Thema, mit dem sich das Haus in dieser Spielzeit intensiv beschäftigt.

Was waren deine Stationen, bevor du am Mainfranken Theater engagiert wurdest?

RAY: Das mit dem Theater war eigentlich ein großer Zufall. Ursprünglich habe ich Englisch und Erdkunde auf Lehramt studiert und in meinem letzten Semester parallel zum Studium an der Theaterkasse gearbeitet. Dort habe ich mich auch um die anfallenden EDV-Probleme gekümmert und bin anschließend gefragt worden, ob ich das nicht hauptberuflich für das Theater tun könnte. Und jetzt bin ich seit 18 Spielzeiten hier.

Was verbindest du mit Religion?

RAY: Das Erste, was mir – als nicht tief im Glauben verwurzelter Mensch – in den Sinn kommt, wenn ich das Wort Religion höre, ist Zwiespalt. Den Begriff Religion hört man im Moment leider hauptsächlich in Bezug auf radikalen Islamismus. Die teilweise extreme und fundamentale Auslegung von Religion in anderen Teilen der Welt steht in starkem Kontrast zu der doch sehr gemäßigten Religionsausübung wie beispielsweise hier in Deutschland.

Woran glaubst du?

RAY: Ich glaube daran, dass alles bereits festgelegt ist. Welche persönlichen Entscheidungen man in seinem Leben trifft, ist jedem selbst überlassen, aber im Endeffekt lässt sich alles auf folgende Formel bringen: Du wirst geboren, du lebst und du stirbst. Jeder Einzelne von uns ist so klein, dass sein Tun keine große Auswirkung auf das Universum haben kann. Ich bin in der glücklichen Position, sagen zu können, dass ich meinen Platz gefunden habe. In den Jahren, die ich jetzt am Theater arbeite, gab es keinen Tag, an dem ich nicht gerne zur Arbeit gegangen wäre. Aber im großen Zusammenhang macht es keinen Unterschied, ob ich hier arbeite oder jemand anderes oder niemand. Kurz: Ich glaube an die Nichtigkeit des Seins.

#wasglaubstdu

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